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#2 Messenger Neuigkeiten: Neuer Google Chat zieht nach

In unserem zweiten Blog-Artikel ĂŒber Messenger-Apps werfen wir einen Blick auf die Weiterentwicklung der Google Chat-Plattform Allo, und zeigen auf, ob es dem Suchmaschinen-Riesen gelingt, dem Markt eine zukunftsfĂ€hige Kommunikationslösung anzubieten.

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von Verena
am

Auch wenn sich Google in den letzten Jahren vom fĂŒhrenden Suchmaschinen-Anbieter zu einem innovativen Welt-Unternehmen entwickelte, fĂ€llt bei genauer Betrachtung auf, dass sich der Global Player in einigen Innovationsbereichen bisher noch nicht an die Spitze setzen konnte. Zwar könnte sich Google durchaus leisten, in dem einen oder anderen Bereich einen Gang runterzuschalten - aber dies kommt mit Blick auf die Unternehmensphilosophie nicht in Frage.
Trotz der Erwartungshaltung gegenĂŒber der von Google entwickelten Software, hinkt diese vor allem im Bereich Messaging und Social Media deutlich hinterher - besonders im Vergleich zu den anderen “großen Playern” am Markt. Nehmen wir das Netzwerk Google Plus als Beispiel: Es ist “einfach nur da” und bleibt auch weiter bestehen, aber es wird nicht annĂ€hernd so viel zur Interaktion genutzt wie beispielsweise Facebook. Daher ĂŒberrascht es aktuell schon, dass sich der Suchmaschinen-Riese Google dazu entschieden hat, die bisherige Messaging-Plattform Allo demnĂ€chst aktiv abzuschalten.

Von außen betrachtet mag das vielleicht nach dem EingestĂ€ndnis eines Misserfolgs klingen, allerdings entspricht dies nicht annĂ€hernd der RealitĂ€t. Google stampft “lediglich” eine App ein, die derzeit “nur” 50 Millionen Nutzer weltweit hat - aber das tut es natĂŒrlich nicht, ohne einen Masterplan im Hinterkopf: Der neue Google Chat. Viele werden nun kritisch hinterfragen, ob das Unternehmen nicht zu spĂ€t in das Spiel um den besten Messenger-Dienst einsteigt. Aber davon kann keine Rede sein. Es ist zwar nicht zu verleugnen, dass Google im Vergleich zu Apple, Facebook & Co. spĂ€ter dran ist, aber das Timing hat das Unternehmen bewusst gewĂ€hlt. Es stellt sich die Frage, wie Unternehmen wie Ihres diesen Dienst sinnvoll in die gesamte Infrastruktur der Kundenkommunikation integrieren können?

RCS: Die nÀchste SMS-Generation

Google steigt nicht irgendwie in den Messenger-Wettbewerb ein, denn sie spielen direkt das Ass im Ärmel aus und nutzen Rich Communication Services - besser bekannt als RCS. Dabei handelt es sich um einen Service, der 2007 ins Leben gerufen und 2016 schließlich veröffentlicht wurde, um einen weltweit dialogfĂ€higen Messaging-Service zu schaffen.

Beispielsweise unterstĂŒtzt von der GSMA (Branchenverband der GSM-Provider) bis hin zu großen Mobilfunkanbietern wie T-Mobile oder Vodafone, ist RCS der Nachfolger der allseits bekannten SMS. Im Gegensatz zu so genannten OTT (Over-The-Top) internetbasierten Messaging-Diensten wie WhatsApp, Signal, usw., funktioniert RCS im Zusammenspiel mit Mobilfunkdiensten. Denn, RCS ist eine universelle Standard-Technologie. Das bedeutet vereinfacht erklĂ€rt: Wenn der EmpfĂ€nger ein veraltetes Mobiltelefon oder einfach ein anderes Betriebssystem nutzt als der Sender, können Nachrichten trotzdem als SMS versendet werden. Das reduziert die Fehlerquote, sodass beispielsweise Ihr Kunde immer die Nachrichten Ihres Unternehmens erhĂ€lt - ganz gleich, welches Smartphone er nutzt.

Googles Messaging-Strategie wirkt sich auch auf die Hersteller mobiler EndgerĂ€te aus - Huawei, Samsung, Asus und HTC haben schon angekĂŒndigt, den Chat zu integrieren. Obwohl RCS bereits in verschiedenen AusprĂ€gungen existiert (z. B. iMessage nutzt eine solche Technologie), haben sich Googles BemĂŒhungen, einen standardisierten Chat-Dienst zu liefern und auf mobilen GerĂ€ten zu implementieren, als erfolgreich erwiesen. Darum wird der VorgĂ€nger Allo auch problemlos “eingestampft” und irgendwann wird dasselbe auch mit dem aktuellen Service Android Messaging passieren.

„Google steigt nicht irgendwie in den Messenger-Wettbewerb ein, denn sie spielen direkt das Ass im Ärmel aus und nutzen Rich Communication Services - besser bekannt als RCS. “

Was unterscheidet die Google Chat App vom Rest?

Aber welches Argument sollte Unternehmen wirklich ĂŒberzeugen, RCS fĂŒr die Kundenkommunikation zu nutzen? Komfort ist sicherlich ein entscheidender Faktor, denn die Nutzer mĂŒssen sich keine App herunterladen oder sich anmelden, da die App bereits auf den mobilen GerĂ€ten vorinstalliert und folglich direkt nutzbar ist. Aber in einer Welt, in der die Internetgeschwindigkeit 4G als flĂ€chendeckende NetzverfĂŒgbarkeit verbreitet ist, erscheint diese verwendete Technologie auch zu einem gewissen Teil umstritten.

Auch wirkt die angebotene FunktionalitĂ€t des Services eher wie ein Standard. Was die Nutzer erwartet, sind beispielsweise Funktionen wie LesebestĂ€tigungen fĂŒr Nachrichten, Senden von Gruppennachrichten, Freigeben von Bildern, Videos und Orten in voller Auflösung sowie zu sehen, wenn andere Nutzer tippen.

Sind wir mal ehrlich - so richtig innovativ und maßgebend erscheinen diese Funktionen fĂŒr Nutzer auf den ersten Blick nicht. Also wodurch punktet der neue Google Chat mit RCS wirklich? Ihrem Unternehmen bietet RBM (RCS Business Messaging) beispielsweise durch ein effektiveres Multimedia-Messaging Ihre Marke, Produkte, etc. mit Hilfe von Rich-Media-Formaten detailliert und verstĂ€ndlich darzustellen und so ein besseres Benutzererlebnis zu erzielen. FĂŒr die InteraktivitĂ€t bedeutet das auch einige Vorteile. Denn RBM ermöglicht es Unternehmen auch, einen Kanal fĂŒr den Kunden-Service bereitzustellen, der ĂŒber das Mobilfunknetz Echtzeit-basiert lĂ€uft.

Obwohl Google mit seinem Messaging-Service spĂ€ter dran ist als andere, sind bereits jetzt ein paar große Unternehmen dabei, die diesen integrieren möchten - darunter DHL, Subway und Booking.com. Es liegt auf der Hand, warum Unternehmen wie diese zukĂŒnftig mit RBM arbeiten möchten: SMS-Nachrichten von Unternehmen zu bekommen, wirkt heutzutage dann doch eher veraltet. So lange eindeutige Unternehmensprofile verwendet werden, besteht auch kaum die Gefahr, dass Kunden versehentlich Bestelldaten, Lieferzeiten oder Sonderangebote löschen, da sie sich erkennbar von Spam-Nachrichten unterscheiden.

(Derzeit noch) Unangenehme Wahrheiten ĂŒber den Google Chat

Gibt man eine schonungslose Bewertung ĂŒber den neuen Google Chat ab, mĂŒssen wir ehrlich sagen, dass dieser noch nicht vollkommen fehlerlos ist. Zum Einen bietet RCS (wie SMS) im Gegensatz zu den meisten OTT-Messaging-Plattformen keine vollstĂ€ndige End-zu-End-VerschlĂŒsselung der Nachrichten an. Dies bedeutet, dass die gesendeten Nachrichten zwar wĂ€hrend der Übermittlung verschlĂŒsselt werden, aber trotz dessen die Gefahr besteht, dass der ĂŒbertragende Mobilfunkdienst “mitlesen” kann. Das stellt natĂŒrlich ein Problem fĂŒr Kunden dar, denn die möchten so sicher wie möglich kommunizieren und auch die Unternehmen, die mit den Kunden ĂŒber den Messenger interagieren, wĂ€ren von wesentlichen Konsequenzen betroffen.

Zum Anderen so schön es fĂŒr die Kunden auch sein mag, einen neuen, angenehm bedienbaren Messaging-Dienst nutzen zu können, kann es zudem dazu kommen, dass das Senden von Nachrichten, je nach Mobilfunkanbieter, zusĂ€tzliche Kosten verursachen kann, da RBM ĂŒber Mobilfunknetze lĂ€uft. Diese könnten Unternehmen zwar beispielsweise durch monatliche PreisnachlĂ€sse wieder abfedern - allerdings ist hierbei die Außenwirkung nicht zu unterschĂ€tzen.

Google kĂŒndigte auf seiner grĂ¶ĂŸten Jahreskonferenz der Google I/O 2018 an, dass es vor allem im Bereich Hard- und Software schon ganz bald viele Neuerungen geben wird - vom Turing-Tests ĂŒber KI-Assistenten, die mit kĂŒnstlicher Intelligenz in allen möglichen Lebenslagen unterstĂŒtzen, bis hin zu einer neuen Version des Betriebssystems Android. Aber in Bezug auf das neue RBM und die Implementierung dessen, zeigt Google noch die eine oder andere Unsicherheit.

Allerdings gibt es trotzdem keinen Zweifel daran, dass Googles neuester Vorstoß im Bereich mobiles Messaging wahrscheinlich ein grĂ¶ĂŸerer Erfolg sein wird, als seine VorgĂ€nger (Allo & Android Messaging). Und jetzt stellen Sie sich vor, dass auch schon ganz bald Sprach-KI Teil der Chat-FunktionalitĂ€t sein wird, dann wird Business Messaging fĂŒr Android Nutzer auf ein neues Level gehoben.

Behalten Sie mit uns den Überblick

Wir bei Mesaic werden natĂŒrlich verfolgen, wie es mit dem Google Chat weitergeht und es unseren Kunden anbieten, sobald der Messenger-Dienst in den entsprechenden LĂ€ndern verfĂŒgbar ist.

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„Stellen Sie sich vor, dass schon ganz bald Sprach-KI Teil der Chat-FunktionalitĂ€t sein wird, dann wird Business Messaging fĂŒr Android Nutzer auf ein neues Level gehoben.“
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Verena
Verena kĂŒmmert sich bei Mesaic um das Online Marketing.

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